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ver.di warnt vor Hedgefonds

12.09.2107

In einer Pressemitteilung warnt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) davor, die Altenpflege zunehmend zum Spekulationsobjekt von Finanzinvestoren und Großkonzernen werden zu lassen. "In der Pflege muss es um die Menschen gehen. Doch stattdessen spielen immer häufiger Profitinteressen die zentrale Rolle", erklärte Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Hinweise auf diese Entwicklung seien aktuelle Übernahmen: So wurden der zuvor städtische Pflegeheimbetreiber "Pflegen und Wohnen" in Hamburg und die Berliner Unternehmensgruppe Vitanas an den US-Hedgefonds Oaktree verkauft. Auch Alloheim steht mit 165 Einrichtungen und 14.500 Beschäftigten zum Verkauf. Die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle hatte die Pflegeheimkette erst 2013 vom britischen Konkurrenten Star Capital übernommen. Weitere Verkaufsgerüchte gibt es zu den Marseille-Kliniken sowie einem Teil der im Pflegebereich engagierten AviaRent Capital Management. Da die Fonds auf kurzfristige Profitmaximierung ausgelegt sind, setzen sie alles daran, den Wert ihrer Investitionen durch aggressive Expansion und Kostensenkung zu steigern. Beschäftigte und pflegebedürftige Menschen hätten das Nachsehen. Bühler forderte von der Politik eine bundesweit einheitliche Personalbemessung und allgemeinverbindliche Tarifverträge, die unabhängig von ihrer Trägerschaft gelten. Mit einer solidarischen Bürgerversicherung könne die Altenpflege zudem auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt werden.

Quelle: Verdi, www.verdi.de